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Predigt 03. Mai 2020

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung;

das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

Neues entsteht.

Das erleben wir ganz stark im Frühling.

Das Neue sprießt geradezu aus dem Boden.

Wir freuen uns über die vielen bunten Blüten, das kräftige Grün und den duftenden Raps…  

Predigtfoto 1                    

Jesus erinnert uns daran, wie das Neue entsteht.

Das Weizenkorn wird in die Erde gelegt, muss sterben.

Dann wächst daraus etwas Neues.

Die Sehnsucht vieler Menschen nach dem Paradies, besser: nach dem Reich Gottes, wird Wirklichkeit, weil Jesus sein Leben für uns „geopfert“ hat. Einer stirbt, damit viele leben.

So ist das auch, wenn ein Mensch Christ wird.

Da stirbt das Alte. Neues entsteht.

Der Pfarrer Görcke fragt in einem pommerschen Dorf nach einem bekannten Bauern, der Adam hieß: „Lebt der alte Adam noch?“

Die Antwort lautete: „Ja, leben tut er noch, aber die Wirtschaft hat er abgegeben.“

Der alte Mensch lebt noch, aber er hat keine Verantwortung mehr.

Den „alten Menschen“ spüren wir in und an uns.

Meine Schwächen sind immer noch da.

Meine Art, zuerst alles negativ zu betrachten,

oder Menschen voller Vorurteile zu beurteilen,

macht mir immer noch zu schaffen.

Der alte Mensch ist noch da.

Aber wenn ich Christ werde, gebe ich die Verantwortung an Jesus ab.

Er soll mein Leben leiten, lenken, gestalten, führen…

So wird langsam aber sicher das Neue in mir sichtbar.

Je weniger das Alte zum Zuge kommt, desto stärker entwickelt sich das Neue, desto glaubwürdiger wird mein Christsein.

Unser Ziel sollte sein, so zu leben, dass andere Menschen Jesus an unserer Art zu leben erkennen.

Ich denke weiter über die Begriffe „alt“ und „neu“ nach.

Nach 30 Jahren endlich mal eine neue Küche,

die Wohnung frisch renoviert, oder ein neues Auto…

Wir ahnen die Glücksgefühle!

Der Arzt sagt: So kannst du nicht weiter leben.

Dein Lebensstil muss sich ändern.

Kein Alkohol, keine Zigaretten mehr. Achte auf deine Ernährung.

Alte Gewohnheiten ablegen und sich neue aneignen - das fällt vielen Menschen ganz schön schwer.

Christen ändern auch ihren Lebensstil.

War es bisher normal, an sich selbst zu denken,

dafür zu sorgen, dass ich gut leben kann, eine gute Arbeit habe,

gutes Geld verdiene, gesund bin usw.,

so lerne ich jetzt, dass dies alles zweitrangig ist.

Zuerst liebe ich Gott; frage, was er will; tue, was er sagt.

Dann sehe ich meinen Nächsten. Wie geht es ihm? Was braucht er?

Wo und wie kann ich helfen? Wie kann ich ihn zu Jesus führen?

Diese Veränderung fällt vielen sehr schwer.

Wie oft entdecke ich an mir den Gedanken: Warum ich?

Die anderen sollen damit anfangen!

Ich lese noch einmal den Satz:

Ist jemand in Christus, dann ist er eine neue Schöpfung…

Es geht gar nicht darum, was ich alles tun muss, wo ich mich verändern muss… Ist jemand in Christus - dann verändert sich mein Leben „automatisch“! Stimmt das wirklich?

Was bedeutet das: In Christus sein?

Paulus gebraucht ganz oft diese Formulierung.

„Christus“ ist kein Name, sondern ein Titel.

Die Juden sagen: Messias, d.h. der Gesalbte.

Diese Bezeichnung ist für die Juden der höchste Titel.

Noch höher als „Doktor“ oder „Professor“.

In Israel wurden früher Könige mit Öl gesalbt. So wurden sie in ihr Amt eingeführt. Heute werden Könige gekrönt.

Der Messias, den die Juden sehnsüchtig erwarten, ist der von Gott gesalbte und eingesetzte König, der die Menschen mit Gott versöhnen wird, der das „Reich Gottes“ bringen wird.

Wenn Gott König auf der Erde ist, dann wird ewig Friede sein.

Die Juden verstehen unter „Schalom“ (Frieden) auch Gesundheit, Wohlstand für alle, Gerechtigkeit, Glück und Zufriedenheit, von Gott gesegnet sein.

In Apg. 11, 26 werden erstmals die Jesus - Nachfolger „Christen“ genannt. In Israel nennen sie sich heute „messianische Juden“.

Die Christen glauben: Jesus ist der Christus.

In Christus sein - bedeutet also: In Jesus sein.

Warum die Formulierung: in Christus?

Wir glauben doch an Jesus und nicht in Jesus. Wie ist das zu verstehen?

In Christus sein ist wie - in einem Raum sein.

Entweder bin ich drin oder draußen.

Oder wie beim Schwimmen. Wann schwimme ich? Wenn ich im Wasser bin und keinen Grund mehr unter den Füßen habe!

Schwimmen geht nicht im Wohnzimmer. Manche „schwimmen“ im Sinn von Unsicherheit. Aber richtig schwimmen kann ich nur im Wasser!

In Christus sein bedeutet:

Ich bin völlig in Jesus drin, von Jesus umgeben. Ringsherum nur Jesus. Nicht nur am Sonntag Morgen. Mein Denken, Fühlen, Wollen, Reden und Handeln

werden ständig von Jesus beeinflusst. Jede Entscheidung wird mit Jesus getroffen.

Jesus erzählt das schöne Bild vom Weinstock und den Reben.

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Johannes 15, 5

Das bedeutet „in Christus sein“. So wie eine Rebe fest am Weinstock hängt, organisch gewachsen - so sind wir mit Jesus verbunden, zusammen gewachsen. Wir kleben an ihm.

Ist jemand in Christus - dann ist er eine neue Schöpfung.

So wie du im Wasser nass bist - so bist du in Christus ein neuer Mensch, völlig verändert.

Paulus gebraucht diese Formulierung auch umgedreht: Galater 2, 20

In Christus sein oder Christus in mir.

„Ich lebe, doch nicht ich, sondern Christus in mir.“

Die Hoffnung für alle schreibt: „Jetzt habe ich ein neues Leben!

Es wird nicht mehr von meinem alten ICH bestimmt, sondern von dem auferstandenen Christus, der in mir lebt.“

Das Alte ist vergangen; Neues ist geworden.

Wie geht es uns mit dem „Alten“?

Das Alte prägt mich. Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen.

Diese Zeit hat mich geprägt. Trotzdem bin ich kein Bürger der DDR mehr, sondern habe die deutsche Staatsbürgerschaft.

Das Alte prägt mich, hat aber keine Gültigkeit mehr.

Kann es sein, dass wir das gewohnte Alte manchmal mehr lieben als das Neue? Wir wollen uns gar nicht verändern!

Warum kann nicht alles so bleiben, wie es ist, wie es schon immer war?

Immer was Neues. Ständig Bewegung. Das will ich doch gar nicht!

Und außerdem ist das Alte doch auch das „Bewährte“, also gar nicht so schlecht. Ich kann da auch sehr fromm argumentieren:

Das 2000 Jahre alte Wort Gottes hat doch auch heute noch Gültigkeit, oder? Das Alte bewahren ist doch eine gute Tugend!

Ist jemand in Christus, dann ist er ein neuer Mensch.

Wie ein neugeborenes Kind. Zu dem jüdischen Theologen Nikodemus sagt Jesus: Johannes 3, 3: „Nur wenn du neu geboren wirst, kannst du in das Reich Gottes kommen.“

Jesus spricht von einer Neugeburt. Wir sagen: Wiedergeburt. Damit meinen wir aber nicht eine Reinkarnation der östlichen Religionen.

Sie glauben, dass wir in einem späteren Leben noch einmal geboren werden, um dann durch ein besseres Leben Zugang zu einem Gott zu bekommen.

Jesus bezieht die Neugeburt auf den Heiligen Geist.

Wird ein Mensch Christ, dann kommt der Heilige Geist in ihn hinein.

Ich werde als „Kind Gottes“ geboren und beginne als neuer Mensch zu leben. Ein kleines Kind wächst langsam aber sicher. Bald kann es laufen. Dann fängt es an zu reden.

Ich beobachte das gerade sehr beeindruckend bei meiner Enkeltochter. Irgendwann wird das Kind dann eine reife, selbständige Persönlichkeit. Wachstum geschieht also ganz automatisch.

Wir wissen: Es gehört auch viel Liebe, Geduld und Training dazu.

Nach jedem Hinfallen nicht liegen bleiben, sondern aufstehen und neu beginnen.

Es stimmt: Bin ich ein neuer Mensch ist das Alte vergangen, vorbei!

Ich darf das Alte „bewahren“ und ehren. Aber es hat keinen Einfluss mehr auf mein neues Leben.

Ein Gedanke zum Schluss:

Wir hoffen alle, dass die Corona Krise bald ein Ende hat und wir wieder „normal“ leben können. Hier beginnen meine Fragen:

Das Alte ist vergangen - was wird jetzt neu?

Werden wir alle wieder in den gewohnten Alltag zurückkehren?

Dann läuft alles wieder so, wie es immer war!

Oder wird sich durch die Krise etwas in unserem Leben,

auch in unserem Gemeindeleben verändern?

Was wird neu, was wird sich ändern?

Ich habe großes Interesse, dazu Eure Gedanken zu erfahren.

Hat jemand Freude, seine Gedanken aufzuschreiben und mir zu schicken?

Euer

Siegmar Assmann

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören wir, neben vielen weiteren Gemeinden, einem Landesverband an.


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